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\\e£t aigu

N°164

und schon stehen die Verbrecher wieder

fein da und sind bereit zu neuen Taten.

Falls notwendig wird auch einmal schnell

das rundgesetz geBndert. FØr unsere -i-

cherheit, hei~t es. Aber all dieses ist de-

nen, die Naomi Kleins Buch Øber die

-chockdoktrin gelesen haben, lBngst ge-

lBufig. Unliebige gesellschaftliche VerBn-

derungen, fØr die man in normalen <eiten

niemals eine Mehrheit bei der BevŸlke-

rung finden wØrde, kŸnnen durchgesetzt

werden, wenn die Menschen sich in einem

Angstzustand befinden.

7as die Terrorgefahr betrifft, verkØndet

die UNO seit 1™™2: „Internationaler Terro-

rismus ist eine der ernsthaftesten Bedro-

hungen des Friedens und der -icherheit.“

Das zustBndige remium, der -icherheits-

rat, hatte wohl nicht damit gerechnet, dass

jemand sich trauen wØrde, nachzuhaken.

Das ist aber geschehen. emand wollte

konkrete <ahlen Øber diese grŸ~te Bedro-

hung der Menschheit. Die UNO konnte

sie aber nicht liefern, sie hatte sie nicht.

Das war die Antwort auf die Anfrage. In

die gleiche Richtung geht die Tatsache,

dass in Deutschland mehr Menschen

durch Trittleitern im Haushalt ums Leben

kommen, als durch TerroranschlBge. Die

Frage wurde gestellt, warum nicht katego-

rischer vom bundesdeutschen Innenminis-

ter De Maizimre gegen die Trittleitern vor-

gegangen wird. Ein rund kŸnnte sein,

dass eine BevŸlkerung sich nicht so leicht

von Trittleitern einschØchtern lBsst. Von

TerroranschlBgen aber wohl. Nun muss

nur noch die Frage gestellt werden, die lei-

der viel zu selten gestellt wird, nBmlich die

vom „ ui bono¶“, also „7em nØtzt es¶“

Es gibt Menschen die behaupten, dass

Volksmassen sich leichter lenken lassen,

wenn sie verBngstigt sind. Und in einer

7elt, in der so Etliches nicht in Ordnung

ist, kŸnnte es also den Volkslenkern von

Nutzen sein, wenn die Menschen auch ge-

hŸrig was zu fØrchten haben, sei es nun

den islamistischen Terror oder den Verlust

ihrer Arbeit und somit ihrer Lebensgrund-

lage.

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-ollte man sich also nicht fØrchten¶ Die

Antwort ist wahrscheinlich die, dass man

klaren Verstandes entscheiden soll. Es gibt

von Immanuel Kant den Begriff des „-a-

pere aude“, d.h. „7age zu wissen!“ 7issen

ist sehr nØtzlich, hilft aber auch nicht im-

mer gegen die ewalt der MBchtigen. Die

FBlle von sexueller BelBstigung durch Aus-

nutzung einer Machtposition, und sei sie

noch so gering, sind ein beredtes Beispiel

dafØr. Der Fall 7einstein ist nur die -pitze

des Eisbergs. Angst vor solcher Macht ist

natØrlich angebracht; und sie soll auf je-

den Fall Ÿffentlich gemacht werden. Das

ist aber leider Øber ahrzehnte nicht ge-

schehen. Die Medien haben vielleicht

nichts davon gewusst¶ enau wie die re-

gelmB~ig aufgedeckten -kandale der

Priester, die sich Øber die ihnen ausgelie-

ferten ugendlichen hermachen. Neuere

Untersuchungen in Australien haben erge-

ben, dass zwischen 1™x0 und 2010 mehr

als È0 000 ugendliche Opfer der dem <Ÿ-

libat verpflichteten Priester wurden. Er-

staunlich ist, dass die AufklBrung, wenn,

dann oft fØr Bltere FBlle erfolgt, bei denen

auch die jØngeren FBlle mit etwas lØck

und Verschleppungsgeschick nicht mehr

rechtzeitig vor der VerjBhrung spruchreif

werden. 7as ist z. Bsp. im konkreten Fall

von Australien in der ahren von 2010 bis

201Ç passiert¶ Haben die kirchlichen TB-

ter sich wBhrend der ahre nach 2010 zu-

rØckgehalten¶

NØtzliche Angst wird auch von einem gro-

~en Philosophen empfohlen, um die wirk-

lich gro~en 7eltprobleme anzugehen.

Hans onas hat in seinem Hauptwerk

„Das Prinzip Verantwortung. Versuch ei-

ner Ethik fØr die technologische <ivilisati-

on“ schon 1™Ç™ darauf hingewiesen, dass

es ohne eine gesunde Angst nicht geht. Er

sagt Folgendes: „Dem Prinzip Hoffnung

stellen wir das Prinzip Verantwortung ge-

genØber, nicht das Prinzip Furcht. 7ohl

aber gehŸrt die Furcht zur Verantwortung

so gut wie die Hoffnung, und da sie das

weniger gewinnende esicht hat, sogar in

besseren Kreisen in einem gewissen mora-

lischen und psychologischen Verruf steht,

so mØssen wir ihr hier nochmals das 7ort

reden, denn sie ist heute nŸtiger als zu

manchen anderen <eiten, wo man in der

<uversicht des guten anges der mensch-

lichen Angelegenheiten auf sie als eine

-chwBche der Kleinherzigen und ngstli-

chen herabsehen konnte.“

Die Furcht die Hans onas meint ist die

Furcht, die zum Handeln auffordert, nicht

die, welche vom Handeln abrBt. Das Han-

deln muss aber bestimmt sein von einer

gro~en -orge um die Empfindlichkeit des-

sen, fØr das wir Verantwortung tragen. Im

Falle von Eltern ist es das Kind. Im Falle

von politisch aktiven Menschen ist es die

Verantwortung fØr unsere 7elt mit allen

ihren empfindlichen -ystemen. Aus intelli-

genter Angst sollte man die Atomwaffen

abschaffen; zumindest nicht weiter aus-

bauen. Aus der gleichen Angst sollte man

konkret unseren Ressourcenverbrauch zu-

rØckschrauben. Aber zu solchen -chritten

gehŸrt wohl mehr Mut als Øblicherweise

erwartet werden kann von Politikern, die

nur zu gut wissen, wie viele Interessen

hinter all diesen 7irtschaftszweigen ste-

cken. Da ist es doch wohl einfacher, zu

den -ternen oder den -ternschnuppen zu

flØchten.

Die Angstc nach Gandhi ¹smittensoul.comº