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dürften dem mark-
torientierten Oppor-
tunisten Trump am
A.... vorbeigehen.
Denn wie jeder
Rechtspopulist, der
etwas auf sich hält,
leidet er unter einer
akuten Intellektuel-
lenphobie, mit der
er seine eigene ko-
gnitive Insuffizienz
übertünschen
möchte. Doch spon-
tan ist er allemal,
und das scheint
auch nach zwei
mörderischen Welt-
kriegen der Volks-
masse zu imponie-
ren. Vielleicht ver-
macht
dieser
Frauenbegrapscher
seinen Nachwuchs-
beschafferinnen ja
wieder das begehrte
Mutterkreuz.
Doch was Trump
zum finalen Schei-
tern verdammt ist
nicht so sehr seine eigene vermessene
Überheblichkeit, sondern vielmehr die vor-
gefundene, doch von den rechtsextrem na-
tionalistischen Politpotentaten ignorierte
Realität eines auf den weltoffenen und
freien Handel angewiesenen globalen Ka-
pitalismus½, der keine protektionistischen
Alleingänge mehr dulden darf.
Denn der ökonomische Nationalismus
ist spätestens zu dem Zeitpunkt illusorisch
geworden, an dem die transnationalen
Multis ihre territorialen Ankerplätze gegen
einen merkantilen Kosmopolitismus aus-
getauscht haben. Das „make us great
again“ der Le Pen, Peters und Wilders un-
ter dem Einfluss von Trump und dem insu-
laren Brexit entlockt also den System-Ver-
waltern nur ein müdes Lächeln.
Und auch wenn diese rechtsextremen
Volkstribune, die dem Einzelnen die
Macht zurückgeben wollen und damit die
von ihnen knetbare Masse meinen, die De-
mokratie benutzen wie einen Selbstbedie-
nungsladen, um sie zu zerstören, wird ihr
Einfluss nie dazu reichen, auch die geld-
druckenden Währungshüter zu beunruhi-
gen, an deren Strippen die Marionetten al-
ler politischen Systeme hängen.
andel hat eigene Gesetôe
Und wenn Trump glaubt, er könne mit
Strafzöllen auf deutschen Autos, die in
Mexiko gefertigt werden, seine Landsleute
davon überzeugen, bessere Autos zu
bauen, dann sollte er sich auch einmal an-
schauen, in welchen Ländern Apple, Goo-
gle und andere potentielle Automobilbauer
der Zukunft ihre steuerlichen Abgaben en-
trichten¶ Früher wären ihre Manager als
Verräter in den Knast gewandert.
Denn wenn diese gott- und grenzenlosen
Kapitalisten die nationale Idee weiter am
Leben lassen, dann nur um von deren
Steueroasen zu profitieren, die diese sich
wie im europäischen Binnenmarkt oft wie
ein „kleines Z“ an ihrem Stammterritorium
halten, was ebenfalls die verlogene Politik
der europäischen Macher unterstreicht, die
mit dem sozialen und kulturellen Impetus
der Union nicht viel am Hut haben.
Die nationalen Gesellschaften sollten
sich also nicht weiter in den überlebten
Grabenkämpfen zwischen links und rechts
verzetteln, sondern die sozialen und ökolo-
gischen Belange global angehen. Auch
wenn ihre gewählten politischen Vertreter
längst nicht mehr als Kopiloten im Cockpit
sondern höchstens als schweigende Jeton-
Empfänger in den transnationalen Firmen
geduldet werden, die längst die Nabel-
schnur zu ihren Mutterländern gekappt ha-
ben.
Wir werden seit Menschengedenken
nicht müde zu behaupten, es sei endlich an
der Zeit, dass sich die einzelnen Polis®ti-
ker dieser Erde zusammen tun müssen, um
die humanistische Citj gemeinsam zu ver-
teidigen. Doch wissen wir nicht, unter wel-
cher Machtkonstellation dieser utopische
Traum noch zu bewerkstelligen wäre, lei-
det doch die Demokratie unter dem Wi-
derspruch von Freiheit und Gleichheit.
Frei sind die Menschen nicht gleich und
gleich sind sie nicht frei.
Und wie es in Ludwig van Beethovens
zur globaleuropäischen „National“hymne
hochgejubelten
Neunten Sympho-
nie heißt, sollte der
Kitt dieser binären
Utopie die Brüder-
lichkeit sein, die wie
so oft in unserer Prä-
datoren-Geschichte
die Frauen außen
vorne lässt. Und so
lange wir Männer
diese Geschöpfe
nicht wertschätzen,
die als einzige Leben
in sich spüren kön-
nen, rennen wir un-
seren Kriegen hin-
terher.
Denn auch wenn
die Deutschen so et-
was wie Schwester-
lichkeit in ihrem
Sprachgebrauch
führen, auch wenn
dieser Begriff vom
Korrektursystem
des Computers als
falsch gekennzeich-
net wird, so findet
man für das franzö-
sische „Fraternitj“, neben der „Libertj“
und der „ galitj“ das dritte ideologische
Standbein der revolutionären Republik,
kein gendergerechtes Synonym für das
Symbol Marianne.
Dræ\ des Èæst in tieÉ
Doch ob nun in einem der res publica, also
der öffentlichen Sache zugetanen moder-
nen Staat, oder in einer rückständig ro-
mantischen Verfassungsmonarchie, leidet
die Idee der Demokratie auch unter der
zentralisierten Energieproduktion wie zum
Beispiel die der Atomkraft, die transnatio-
nale Industriekomplexe favorisiert, welche
die Interessen der nationalen Staaten nicht
selten gegeneinander ausspielen, wenn sie
sich von denen die Abfallkosten beglei-
chen lassen.
Allein die pekuniär anspruchsvolle Bün-
delung, Haltbarkeit und das Speichern von
Energie, um sie zeitgenau und damit auch
am rentabelsten zum Nachfrageort zu
transportieren, spräche für die Wiederbele-
bung der guten alten überschaubaren und
kontrollierten lokalen bis regionalen Ener-
giegewinnung im Einklang mit den vorge-
fundenen natürlichen und nachwachsen-
den Ressourcen. Fortschritt durch Rückbe-
sinnung eben.
Wenn Trump es also ernst meint mit sei-
nem alternativen Fakt, jedem einzelnen
Menschen die Macht geben zu wollen,
dann muss er den eigenen Energieriesen,
die in der Europäischen Union meist auch
noch eng mit den Staatsmächten verban-
delt sind, wirklich in den Arm fallen. Denn
Wenn -lutokraten einem neureichen Handelsreisenden aufsitóen




