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as Refa—tio£s—omitee ei£er mo£atŽ

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eine reiheit ¨hne 0ege˜n

Dies wollen wir vermeintlichen Weltver-

besserer denn auch weiter dem alltäglichen

investigativen Journalismus überlassen

fast hätten wir diese noble Aufgabe zum

„Investjournalismus“ verballhornt, was wir

dann aber wegen seiner Nähe zum speku-

lativen Investor schnell fallen ließen®.

Denn seriöse &ffentlichkeitsarbeit ist auf

primär an Qualität und Integrität interes-

sierten Geldgeber angewiesen.

Und wie schwierig das zu bewerkstelli-

gen ist, hat unser Kollege Robert Mertzig in

der vorigen Beilage mit dem Zitat von Jules

Vallims, dem Begründer des „Cri du peuple“

£nÇ£® zur „Allianz von Tinte und Börse“

eindeutig beschrieben. Medienoligarchen

züchten Leser, die deren Arbeitnehmer

querbeet als „Lügenpresse“ bezeichnen

und sich selbst Bild, Sun und Privat rein-

ziehen, um nur diese zu nennen.

Aber nun zu unserem Thema\ Der Philo-

soph Vittorio Hösle hat in seinem £.£ÎÈ-

seitigen Buch „Moral und Politik“ I® die

Grundlagen einer politischen Ethik für das

Ó£. Jahrhundert „skizziert“, wie es im Klap-

pentext mit einer etwas vorgeschobenen

Bescheidenheit heißt\ „In historischer und

systematischer Argumentation greift er da-

bei weit in die politische Geschichte und

die des Denkens aus.“

Da ein ausführlicher Exkurs in dieses

Buch den Rahmen dieses Beitrages spren-

gen würde, wollen wir nur festhalten, dass

der Autor das moderne Wissenschaftssys-

tem in seiner letzten Konsequenz als ein ni-

hilistisches sieht und einen Legitimitätsver-

lust bei den Kirchen als die traditionellen

Vertreter der Wertrationalität feststellt. Er

plädiert – notgedrungen – für eine neue,

moralisch integre Elite.

.ein˜i\he ¨tt·¨stu˜ierung

Aus dem Monumentalwerk des ehrlichen,

doch wenig authentischen Kathederphilo-

sophen, der in akademisch ausgefeilter

Sprache angelesene Allgemein- zu Parade-

plätzen hochstilisiert, wollen wir lediglich

die letzte Halbseite unter Streichung eini-

ger lästiger Adjektive in extenso zitieren\

„Die Aufgaben, die das Ó£. Jahrhundert zu

lösen haben wird, sind ungeheuer!

Und es ist keineswegs gesagt, dass die

Menschheit ihnen gewachsen sein wird?

Dies lenkt den philosophischen Gedanken

auf ein Prinzip, das höher ist als der

Mensch und ohne das jeder Humanismus

zu einer 4berschätzung genau dieses Men-

schen und einer Verleugnung seiner Fehl-

barkeit und Schuld wird. Es ist das Wissen

um dieses Prinzip, das ihn vor seiner Ver-

wundbarkeit durch Naturgewalten be-

wahrt.

Diese können ihn nur töten, nicht mehr.

An die höhere Sphäre, an der er teilhat, rei-

chen sie nicht heran. Die Hoffnung aber

darf der Mensch haben, dass dieses Prin-

zip, das mit ihm ein Wesen hervorgebracht

hat, das um es wissen kann, in den Wirren

des Ó£. Jahrhunderts seine Stimme nicht

verstummen lassen wird.

Und damit aber auch nicht den Men-

schen auslöschen wird als das einzige uns

bekannte Wesen, das diese Stimme verneh-

men kann. Ob diese Hoffnung erfüllt wer-

den wird, dies freilich weiß nur Gott.“ Uff,

kann man da nur stöhnen. Nach der Lek-

türe dieses durchwegs gelehrten Wälzers

auf ein solch überholtes Prinzip aus der un-

tersten Pandora-Büchse zurückgeworfen

zu werden, ist schon ärgerlich.

Da halten wir uns doch lieber an die Vor-

gaben von Karl Homann und Franz Blome-

Drees, die in ihrer Wirtschafts- und Unter-

nehmensethik II® postulieren, dass „Moral

ein kollektives Unternehmen von Men-

schen ist. Moralische Normen werden je-

doch nicht ¾entdeckt½, sondern durch ge-

meinschaftliche Lernprozesse entwickelt.“

Vorausgesetzt, laut T. Hobbes, dass andere

dazu auch bereit sind.

„In modernen Gesellschaften gibt es im-

mer einzelne Defektierer, die demGemein-

wohl schaden. Das Problem der &konomik

besteht darin, ob dieses Defektieren Schule

macht, d.h. die Institutionen zerstört“, so

die Autoren weiter. Um dem zu begegnen,

ist ein solides politisch-ökonomisch-mora-

lisches Konzept gefordert, das an die inter-

nationale wissenschaftliche Diskussion an-

schlussfähig ist.

¨nôe·t˜¨se 0e˜igi¨nen

Wenn es denn nicht ohne Gott gehen

sollte, müssen sich die beiden christlichen

Kirchen in Deutschland, die nach dem Zu-

sammenbruch des realexistierenden Sozia-

lismus £™™£ bedeutende Dokumente zur

ethischen Akzeptanz der Marktwirtschaft

mit Wettbewerb und Privateigentum vor-

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