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Jenseits der bloßen Wahrnehmung ist
Korruption ein national wie international
real verbreitetes Schmier-®Mittel in Wirt-
schaft, Bürokratie und Politik. In geheim
gehaltenen Netzwerken gedeihen Beste-
chung, Untreue und Betrügereien. Ein
Blick in eine beliebige Tageszeitung zeigt
inzwischen Alltägliches\ Ganze Schmier-
geldsümpfe von Spezis und Amigos tun
sich auf. Wenn es dann einmal knüppel-
dick kommt, wird der Ruf nach dem Ge-
setzgeber laut. Dass der Ruf nach dem
Staatsanwalt und höherer Strafandrohung
aber kein Garant für Korruptionseindäm-
mung ist, belegen inzwischen zahlreiche
Analysen des Phänomens\ Je höher die
Strafen sind, desto größer wird der Anreiz
dazu, die Strafgerichtsbarkeit selbst zu kor-
rumpieren.
Aber nicht nur die Gesetzgeber sind ge-
fordert, auch die Sozialwissenschaften.
Und hier erkennt man eindeutig eine selt-
same Zurückhaltung bei der Erforschung
von Korruption, an der sich bis heute, trotz
einer Fülle publizistischer Veröffentlichun-
gen zum Thema, wenig geändert hat. Die
Analyse der Korruption wird immer noch
weitgehend den Moralisten überlassen.
¨rru·ti¨n der É(we\hseÊ
im ;irts\haftsgetrieRe
Manche fragen sich immer noch ob Kor-
ruption als eine Möglichkeit politischer
Einflussnahme überhaupt sozial schädlich
ist. Diese Sichtweise geht davon aus, dass
Korruption zur Flexibilität und Effizienz
des Systems beiträgt, dass sie schnellere
Entscheidungen ermöglicht, die Innova-
tionsfähigkeit erhöhe und unter bestimm-
ten Umständen gar einen Beitrag zur staat-
lichen Integration leiste. In diesem Sinne
ist Korruption nicht mehr nur ein Betrieb-
sunfall, eine Ausnahme von der Regel.
Vielmehr ist die Korruption inzwischen en-
demisch geworden, eine Art 4ber-
brückungssystem, das von den Unterneh-
men aktiviert wird, um die Maschinen am
Laufen zu halten oder sich einen Vorteil
beim Umbau der &konomie zu sichern.
Korruption als konjunkturell bedingter
“&lwechsel» im knirschenden Wirtschafts-
getriebe!
¨rru·ti¨n und
·¨itis\hes 0egime
Korruption in ihren drei am meisten ver-
breiteten Grundformen der Bestechung,
des Amtsmissbrauchs und des Nepotismus
ist eigentlich ein Phänomen der Moderne,
das erst nach der Trennung von öffentli-
chem Amt und privatem Profit auftritt. Es
wäre aber problematisch die Korruptions-
definition auf diese Weise einzuengen,
denn dann dürfte es in der ehemaligen
UdSSR per Definition keine Korruption
gegeben haben.
Einige Wissenschaftler neigten dazu, die
Demokratie für den Anstieg der Korrup-
tion verantwortlich zu machen. Doch
schon ein Blick auf die westlichen Demo-
kratien zeigt so gravierende Unterschiede,
dass die Zuordnung von Regimeformen
zum Verbreitungsgrad von Korruption
unergiebig ist. Korruption kommt überall
vor, in Demokratien wie in Diktaturen, in
kapitalistischen wie sozialistischen Län-
dern.
Die Analyse der spezifischen Bedingun-
gen der politischen Kulturen in Verbin-
dung mit den jeweiligen politischen Insti-
tutionen könnte verbindliche Antworten
geben, aber auch hier gibt es Abweichun-
gen\ In Ländern mit einem über lange Jahre
verhinderten Machtwechsel können regel-
rechte Regimeparteien entstehen, die den
Erwartungen ihrer Parteigänger durch Kor-
ruption und klientelistische Begünstigun-
gen entgegenkommen. Genauso neigen
Parteien, die lange von der Macht fern ge-
halten wurden, zu hoher Korruptionsanfäl-
ligkeit. Und sogar in Proporzdemokratien
hackt eine Parteikrähe der anderen so
schnell kein Auge aus. Sorgfältig werden
die “roten» und die “schwarzen» Skandale
“austariert», wenn sich ihre Veröffentli-
chung schon nicht verhindern lässt.
Die ¨rru·ti¨nskritik
in der 1a\kgasse
Seit den näer Jahren steht eine neoliberale
Korruptionskritik im Vordergrund, die sich
einfügt in die Debatten über die Grenzen
des Sozialstaats, über Politikverdrossen-
heit, Bürokratieabneigung und die Frage,
ob das Berufsbeamtentum noch zeitgemäß
sei.
Das probate Mittel der Neoliberalen zur
Korruptionsbekämpfung lautet\ Deregulie-
rung und Privatisierung. Denn wo es die
Versuchung, Macht in Geld zu transfor-
mieren, nicht mehr gibt und nur noch der
Markt privater Anbieter und Nachfrager
existiert, könne es folglich auch keine Kor-
ruption mehr geben. Doch schon am Beis-
piel der Steuerhinterziehung und dem
Steuerbetrug zeigt sich, dass die 4bertra-
gung staatlicher, hoheitlicher Funktionen
auf private Betreiber keineswegs eine Ga-
rantie für das Schwinden von Missbrauch
und Korruption ist. Die Privatisierungs-
und Deregulierungsprozesse waren stets
zunehmend von Korruption begleitet.
Und ein Blick auf die skandinavischen
Staaten, Länder mit notorisch hoher Wohl-
fahrtsstaatlichkeit, aber geringer Korrup-
tionsdichte, zeigt, dass die neoliberale Kor-
ruptionskritik ins Leere läuft\ eine Korrela-
tion zwischen dem Anwachsen von Staat-
sintervention und Korruption ist keines-
wegs erwiesen.
Fazit\ Forschung tut not!
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