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Der Impuls. Der Anstoß, die Anregung. So
der Duden. Der Anstoß zur Selbstent-
deckung. Ein interessanter Moment in un-
serem Leben, sofern man das Glück hat,
diesen auch bewusst zu erleben. So viel hat
sich ereignet, so viel ist passiert. Nur: Wis-
sen wir, weshalb wir tatsächlich leben?
Wirklich? Diese wertvolle Erkenntnis, die-
ses Glück hat mit Sicherheit nicht jeder.
Erfahrungen. Durch Impulse praktischer
Art. Wenn Sie ihre Hand auf die heiße
Herdplatte legen, werden Sie sich verbren-
nen. Das lernen wir schon als Kind. Wenn
Sie zwei Nächte durchmachen, zeigt das
seine Wirkung. Unweigerlich. Wenn Sie
sich mit Ihrem Vorgesetzten anlegen, be-
kommen Sie Konflikte. Wenn Sie aus dem
Î0. Stock zum Fenster hinaus springen,
werden Sie tot sein. Unser Leben und un-
ser Verhalten haben Konsequenzen. Ursa-
chen –Wirkungsketten prägen unser Da-
sein. Nur wenige dieser Ursache – Wir-
kungsketten sind so direkt vorhersehbar
wie fallende Dominosteine. Treten Sie ei-
nen Stein, sind die Folgen vorhersehbar.
Die Ursache – Wirkungskette verändert
sich, wenn noch ein Lebewesen beteiligt
ist. Treten Sie einen Hund, steigt die Wir-
kungsvielfalt. Treten Sie Ihren Nach-
barnoSie sehen, ein Impuls und die Fol-
gen sind unüberschaubar. Unser Verhalten
nach den Wirkungen auszurichten sichert
unser Überleben und vergrößert die
Chance, ungewünschte Folgen zu verhin-
dern. Deshalb ist dieses Verhalten oft auto-
matisiert und vermittelt uns ein Gefühl der
Sicherheit.
So funktionieren wir generell. Auch
wenn man uns in gewissen Situationen
eine Form der Illusion vorwerfen könnte,
uns selbst der Möglichkeit zu berauben,
vielleicht auch andere, vielfache Varianten
kennenzulernen und an der ungewohnten,
nicht vorhersehbaren Wirkung zu wach-
sen. Eines vorweg: Der Autor dieser Zeilen
hat nicht die geringste Absicht zu morali-
sieren oder gar zu belehren. Er hat dafür
weder die +ualifikation noch die Ambi-
tion. Deshalb ist er dem unvergessenen
Gründer des „kulturissimo“, Guy Wagner,
einen Mann, den er viele Jahre mit Begeis-
terung lesen durfte, sehr dankbar, dass er
seine kleinen Impulse, seine Anregungen
und Denkanstöße als Atheist und mündi-
ger Bürger in aller Bescheidenheit in seinen
diversen Beiträgen in dieser niveauvollen
monatlichen Beilage des „Tageblatt“ zu Pa-
pier bringen darf. Denn eines muss in die-
sem Kontext als eine persönlich wichtige
Klarheit bezeichnet werden, nämlich die
Gewissheit, zu wissen, weshalb man gebo-
ren wurde. Und die Möglichkeit, gewisse
persönliche Erfahrungen oder Anregungen
als Impulse weitervermitteln zu können, ist
in der Tat eine sehr wichtige Erkenntnis.
Zumindest der Versuch, das zu tuno
In diesem Sinne und ohne diese für ein-
mal sehr persönliche Einleitung noch zu
verlängern, will der Bürger, der auch als
Atheist so einiges vermisst, seiner geschätz-
ten Leserschaft eine im Kontext „Impulse“
chronologisch nicht festgelegte Reihe von
Artikeln zu einem Themenkomplex vor-
schlagen, der eine definierte Denkweise il-
lustrieren soll, die man sehr kritisch lesen
sollte – auch wenn durchaus nicht unbe-
rechtigte Fragen aufgeworfen werden. Das
muss fairerweise betont werden. Und zwar
geht es um die epochale Trendwende, die
gewisse Manager mit Sicherheit nicht un-
berechtigt ankündigen. Nur, wenn diese
Akteure leider neoliberaler Wirtschaftsobe-
dienz verfallener Denkart gewisse „Bedro-
hungen für die Zukunft“ auf die ihnen ei-
gene ominöse Art und Weise ankündigen,
dann heißt das Schlüsselwort für den Leser
sofort „Achtung“! Vorsicht bitte, Lektüre
nur mit Vorwarnung! Also nur mit Vorsicht
zu genießen! Denn diese Herrschaften
Damen sind in diesen Funktionen noch
eher selten® „warnen“ künstlich vor dem,
was sie persönlich als „Bedrohung“ anse-
hen wollen und zwar um genau das zu er-
reichen, was sie von uns allen erwarten:
nämlich die von ihnen erwünschte Akzep-
tanz ihrer sogenannten „Wahrheiten“.
Ganz einfach gesagt: die diktieren uns ihre
Zukunftsvisionen, wie diese sie sehen! Es
soll an dieser Stelle um ein Buch gehen, das
der promovierte Volkswirt und leitende
Redakteur eines Manager Magazins im
Jahre Ó008 veröffentlicht hat. Die sieben
Knappheiten, die wie schon erwähnt, an
dieser Stelle in mehreren Artikeln und dur-
chaus kritisch im Sinne des „kulturissimo“
diskutiert werden sollen. Egal wie richtig
ist, dass irgendwann Schluss sein muss, wie
der Autor anmahnt. Schluss mit Verände-
rungen und Zumutungen, Schluss mit Re-
formen, Verteilungskämpfen und Streit. So
meint er, Henrik Müller, jedenfalls in sei-
nem Vorwort. Und weiter, und da hat der
Mann völlig recht: Wer sehnt sich nicht
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