Previous Page  3 / 36 Next Page
Information
Show Menu
Previous Page 3 / 36 Next Page
Page Background

\\e£t aigu

S. 3

Der Impuls. Der Anstoß, die Anregung. So

der Duden. Der Anstoß zur Selbstent-

deckung. Ein interessanter Moment in un-

serem Leben, sofern man das Glück hat,

diesen auch bewusst zu erleben. So viel hat

sich ereignet, so viel ist passiert. Nur: Wis-

sen wir, weshalb wir tatsächlich leben?

Wirklich? Diese wertvolle Erkenntnis, die-

ses Glück hat mit Sicherheit nicht jeder.

Erfahrungen. Durch Impulse praktischer

Art. Wenn Sie ihre Hand auf die heiße

Herdplatte legen, werden Sie sich verbren-

nen. Das lernen wir schon als Kind. Wenn

Sie zwei Nächte durchmachen, zeigt das

seine Wirkung. Unweigerlich. Wenn Sie

sich mit Ihrem Vorgesetzten anlegen, be-

kommen Sie Konflikte. Wenn Sie aus dem

Î0. Stock zum Fenster hinaus springen,

werden Sie tot sein. Unser Leben und un-

ser Verhalten haben Konsequenzen. Ursa-

chen –Wirkungsketten prägen unser Da-

sein. Nur wenige dieser Ursache – Wir-

kungsketten sind so direkt vorhersehbar

wie fallende Dominosteine. Treten Sie ei-

nen Stein, sind die Folgen vorhersehbar.

Die Ursache – Wirkungskette verändert

sich, wenn noch ein Lebewesen beteiligt

ist. Treten Sie einen Hund, steigt die Wir-

kungsvielfalt. Treten Sie Ihren Nach-

barnoSie sehen, ein Impuls und die Fol-

gen sind unüberschaubar. Unser Verhalten

nach den Wirkungen auszurichten sichert

unser Überleben und vergrößert die

Chance, ungewünschte Folgen zu verhin-

dern. Deshalb ist dieses Verhalten oft auto-

matisiert und vermittelt uns ein Gefühl der

Sicherheit.

So funktionieren wir generell. Auch

wenn man uns in gewissen Situationen

eine Form der Illusion vorwerfen könnte,

uns selbst der Möglichkeit zu berauben,

vielleicht auch andere, vielfache Varianten

kennenzulernen und an der ungewohnten,

nicht vorhersehbaren Wirkung zu wach-

sen. Eines vorweg: Der Autor dieser Zeilen

hat nicht die geringste Absicht zu morali-

sieren oder gar zu belehren. Er hat dafür

weder die +ualifikation noch die Ambi-

tion. Deshalb ist er dem unvergessenen

Gründer des „kulturissimo“, Guy Wagner,

einen Mann, den er viele Jahre mit Begeis-

terung lesen durfte, sehr dankbar, dass er

seine kleinen Impulse, seine Anregungen

und Denkanstöße als Atheist und mündi-

ger Bürger in aller Bescheidenheit in seinen

diversen Beiträgen in dieser niveauvollen

monatlichen Beilage des „Tageblatt“ zu Pa-

pier bringen darf. Denn eines muss in die-

sem Kontext als eine persönlich wichtige

Klarheit bezeichnet werden, nämlich die

Gewissheit, zu wissen, weshalb man gebo-

ren wurde. Und die Möglichkeit, gewisse

persönliche Erfahrungen oder Anregungen

als Impulse weitervermitteln zu können, ist

in der Tat eine sehr wichtige Erkenntnis.

Zumindest der Versuch, das zu tuno

In diesem Sinne und ohne diese für ein-

mal sehr persönliche Einleitung noch zu

verlängern, will der Bürger, der auch als

Atheist so einiges vermisst, seiner geschätz-

ten Leserschaft eine im Kontext „Impulse“

chronologisch nicht festgelegte Reihe von

Artikeln zu einem Themenkomplex vor-

schlagen, der eine definierte Denkweise il-

lustrieren soll, die man sehr kritisch lesen

sollte – auch wenn durchaus nicht unbe-

rechtigte Fragen aufgeworfen werden. Das

muss fairerweise betont werden. Und zwar

geht es um die epochale Trendwende, die

gewisse Manager mit Sicherheit nicht un-

berechtigt ankündigen. Nur, wenn diese

Akteure leider neoliberaler Wirtschaftsobe-

dienz verfallener Denkart gewisse „Bedro-

hungen für die Zukunft“ auf die ihnen ei-

gene ominöse Art und Weise ankündigen,

dann heißt das Schlüsselwort für den Leser

sofort „Achtung“! Vorsicht bitte, Lektüre

nur mit Vorwarnung! Also nur mit Vorsicht

zu genießen! Denn diese Herrschaften

Damen sind in diesen Funktionen noch

eher selten® „warnen“ künstlich vor dem,

was sie persönlich als „Bedrohung“ anse-

hen wollen und zwar um genau das zu er-

reichen, was sie von uns allen erwarten:

nämlich die von ihnen erwünschte Akzep-

tanz ihrer sogenannten „Wahrheiten“.

Ganz einfach gesagt: die diktieren uns ihre

Zukunftsvisionen, wie diese sie sehen! Es

soll an dieser Stelle um ein Buch gehen, das

der promovierte Volkswirt und leitende

Redakteur eines Manager Magazins im

Jahre Ó008 veröffentlicht hat. Die sieben

Knappheiten, die wie schon erwähnt, an

dieser Stelle in mehreren Artikeln und dur-

chaus kritisch im Sinne des „kulturissimo“

diskutiert werden sollen. Egal wie richtig

ist, dass irgendwann Schluss sein muss, wie

der Autor anmahnt. Schluss mit Verände-

rungen und Zumutungen, Schluss mit Re-

formen, Verteilungskämpfen und Streit. So

meint er, Henrik Müller, jedenfalls in sei-

nem Vorwort. Und weiter, und da hat der

Mann völlig recht: Wer sehnt sich nicht

È ie ôîei îi\Œtigste£ i£ge im eŽ

Re£b er 3agc a£ fem u geRore£ îurŽ

festcu£f fa££ fer 3agc a£ fem u ŒeŽ

rausge|u£fe£ Œastc îarum½É !ar— 3îai£

ra£— erÝemes

ž·æ˜Óo

er érgerc fer îas íermisstu½