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Hassprediger, Narziss, Rowdy, Aufschnei-
der, Teilzeitclown, Vollzeitpsychopath,
Hitzkopf, Rassist, Ignorant, Faschist, Wü-
terich, Autist - im Vokabular seiner Gegner
fehlt kaum eine abwertende Bezeichnung
für den künftigen Präsidenten der USA,
Donald Trump.
Die Optimisten werden sagen: Der politi-
sche Alltag wird es richten, weil Trump
zwischen Anpassung und Untergang wird
wählen müssen. Sein Wahlsieg wäre dem-
nach mehr Katharsis als Katastrophe. Die
Pessimisten werden sagen: Wir haben den
Glauben an die Integrationskraft US-ame-
rikanischer Politik und Kultur längst verlo-
ren. Trump wird als Präsident ein nicht in-
tegrierbarer Störenfried sein, der einem
amerikanischen Faschismus den Weg eb-
nen wird und er wird am Ende zum
Sprengmeister des Systems werden. Was
Donald Trump als US-Präsident erreichen
will und erreichen wird, ist schwer abzu-
schätzen und eine Prognose zu wagen,
käme wohl eher Kaffeesatzlesen gleich.
Nur auf eine Antwort hat sich Trump fest-
gelegt: “Make America Great Again” q will
heißen: Wir weigern uns, mit anderen auf
eine Stufe gestellt zu werden, die USA sind
und bleiben die “großartigste Nation” der
Welt, und die Welt wird lernen müssen,
sich diesem Anspruch zu beugen. “Glaubt
mir, ich werde alles ändern. Wir werden
wieder respektiert sein” q Originalton
Trump. Was genau darunter zu verstehen
ist, weiß niemand, vermutlich noch nicht
einmal Trump selbst.
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Auf eines kann man jedoch heute schon
hinweisen: Zeitgenössische Einschätzun-
gen einer Präsidentschaft und die nachfol-
genden Urteile von Historikern liegen oft
weit auseinander. Abraham Lincoln lief
£864 Gefahr die Wahlen zu verlieren - er
gilt heute als unsterblich. Harry S. Truman
wurde in den letzten Jahren seiner Amts-
zeit als großer Versager angesehen - Histo-
riker beschreiben ihn heute als eine wich-
tige Figur der Nachkriegsära. Sogar Ri-
chard Nixon, mit Schimpf und Schande
aus dem Amt gejagt, hat sich mit dem
Atomwaffen-Abkommen mit der UdSSR
und der Aufnahme diplomatischer Bezie-
hungen mit China den Respekt der Histori-
ker verdient.
“History and Hope”, aus einer ruhmrei-
chen Vergangenheit die Hoffnung auf eine
bessere Zukunft wachsen zu lassen, ist die
symbolische Bestimmung einer jeden ame-
rikanischen Präsidentschaft. So wird es de-
reinst auch für Obama gelten: das eigentli-
che Urteil über Obama wird die Geschichte
schreiben. Aber schon jetzt steht fest: “9es,
we cant”, das geflügelte Wort, offenbar der
Fernsehserie “Bob der Baumeister” en-
tlehnt, das Obama während seines ersten
Wahlkampfes prägte, wird ihm vermutlich
ewig anhängen. Obama leitete daraus von
Beginn an eine umfassende Versöhnungs-
botschaft ab. Der Kern von “9es, we cant”
war ein “we all”, das er bereits 2004 auf
dem Nominierungsparteitag von John
Kerry in Chicago ausführte: “Es gibt kein
schwarzes Amerika und ein weißes Ame-
rika und ein Latino-Amerika und asiati-
sches Amerika - es gibt die Vereinigten
Staaten von Amerika”. Das war die Ankün-
digung einer “conciliatory presidency”, ei-
ner moderierenden Präsidentschaft, einer
Vision politischer Überparteilichkeit und
Ausdruck eines Verfassungspatriotismus,
die ein US-Präsident haben muss.
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